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Arbeitsrecht

Arbeitsrecht - Themen: Arbeitsvertrag - Abfindung - Arbeitszeugnis - Kosten - Kündigung - Mobbing - Tarifvertrag - Urlaub

Mobbing

Mobbing ist sicher keine neue Erfindung, aber es ist ein noch relativ neuer Begriff, der zunehmend auch in arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen Einzug gehalten hat.

Der Begriff ist weder im Gesetz definiert, noch lässt er sich sonst einfach abgrenzen. Im alltäglichen Umgang dürfte die Grenze dort zu ziehen sein, wo beispielsweise Ungerechtigkeiten im Einzelfall zu wiederholter Schikane werden. Die Motivation des oder der Täter mag zum Teil darin liegen, entweder ein Fehlverhalten bei dem Opfer auszulösen, das eine Kündigung begründen kann oder schon darin liegen, das Opfer soweit zu bringen, dass es eine eigentlich rechtswidrige Kündigung toleriert und nicht dagegen vorgeht, um sich so der Zwangslage zu entziehen. Dass dabei auch andere niedere Beweggründe wie Neid oder Hass mitspielen können, versteht sich von selbst.

Die Schwierigkeit von Mobbingfällen in rechtlicher Hinsicht besteht darin, dass die Einzelaktionen noch nicht die Voraussetzungen für Abwehr- oder Schadensersatzansprüche erfüllen, sondern erst die Vielzahl der Einzelfälle zusammen das rechtswidrige Verhalten deutlich werden lassen (der Mobber verwendet nicht den Holzhammer, sondern verletzt sein Opfer mit psychischen Nadelstichen). Diese Vielzahl von einzelnen Angriffen und deren Auswirkungen auf das Opfer lassen sich meist schwer nachweisen.

Deshalb empfiehlt es sich schon frühzeitig bei den ersten Ansätzen von mobbingähnlichem Fehlverhalten, ein Mobbingtagebuch zu führen. Darin sollte das Opfer alle Vorfälle mit Angaben von Datum, Zeit, Ort, Anwesenden (Zeugen), Täterverhalten, Begleitumstände, Auswirkungen usw. notieren. Dieses kann später ggf. dazu benutzt werden, dem Mobber sein Fehlverhalten vor Augen zu führen, den Arbeitgeber zur Verhinderung zu veranlassen oder falls der Arbeitgeber selbst der Täter ist oder nicht ausreichend gegensteuert, sich anwaltlich oder auch gerichtlich unterstützen zu lassen.

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